Jury des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte kürt Sieger 2014

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Sieger des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2014 ist Zeit-Redakteur Marian Blasberg, der für seine Reportage Wir wollen arbeiten! ausgezeichnet wird. In der Sparte International fällt die Wahl der Jury auf Jorge Enrique Rojas, Redakteur der Zeitung El País in Calí, Kolumbien. Das Jugend-Medienprojekt Radio Pocolá von Plan in Guatemala erhält den Sonderpreis. Am 9. Oktober 2014 werden die drei Preise anlässlich des Internationalen Mädchentags in Berlin verliehen.

„Am Beispiel der 15-jährigen Lourdes schildert Marian Blasberg einfühlsam die Not und den Kampf von Kindern in Bolivien, die nicht nur ein Recht auf Arbeit, sondern auch Regeln gegen Ausbeutung und ihre persönliche Sicherheit wollen“, sagt Jurymitglied und Journalist Karl Günther Barth. „Virtuos stellt er ihre Selbsterstarkung in seinem Beitrag „Wir wollen arbeiten!“ in den Fokus und überlässt die Meinungsfindung seinen Lesern. Eine fabelhafte journalistische Leistung.“

Jurymitglied Paul-Josef Raue, Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen: „Jorge Enrique Rojas erzählt in „Niño de cristal“ vom Schicksal eines an der Schmetterlingskrankheit leidenden Jungen und verwebt es mit den Folgen des grausamsten Massakers der jüngeren Geschichte Kolumbiens. Das Kind bekam keine Hilfe. So sind seine Wunden, die immer wieder aufbrechen, eine Metapher für die Tragik des Landes. Anrührend und poetisch beschreibt Rojas die Situation und schafft Bilder, deren Intensität im Gedächtnis bleiben.“

Ulrich Wickert meint: „Projekte wie Radio Pocolá in Guatemala helfen Kindern, eine eigene Meinung zu entwickeln und zu äußern. Als 2011 fünf Maya-Mädchen zum ersten Mal auf Sendung gingen und über ihre Rechte sprachen, trauten die Eltern ihren Ohren nicht. Inzwischen greifen 35 Jugendliche zum Mikrofon und werden von hunderten Familien in der Region gehört. Das ist, was der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte erreichen will: Mädchen und Jungen werden zu Handelnden und erhalten eine Stimme.“

Print-, Online-, Hörfunk und TV-Beiträge aus 18 Ländern wurden für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2014 eingereicht. Die drei Sieger ermittelten die Jurymitglieder Karl Günther Barth (Hamburger Abendblatt), Marko Brockmann (RadiJojo), Carolin Emcke (Die Zeit), Karen Heumann (thjnk), Brigitte Huber (Brigitte/brigitte.de), Rudi Klausnitzer (Medienmanager), Christoph Lanz (Journalist), Markus Lanz (ZDF), Renate Meinhof (Süddeutsche Zeitung), Paul-Josef Raue (Thüringer Allgemeine), Ulrich Wickert und Dr. Werner Bauch (Plan International Deutschland).[:en]

Plan-Stiftung_Guatemala_Medien-Projekt_Kinder-JugendlicheSieger des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2014 ist Zeit-Redakteur Marian Blasberg, der für seine Reportage Wir wollen arbeiten! ausgezeichnet wird. In der Sparte International fällt die Wahl der Jury auf Jorge Enrique Rojas, Redakteur der Zeitung El País in Calí, Kolumbien. Das Jugend-Medienprojekt Radio Pocolá von Plan in Guatemala erhält den Sonderpreis. Am 9. Oktober 2014 werden die drei Preise anlässlich des Internationalen Mädchentags in Berlin verliehen.

„Am Beispiel der 15-jährigen Lourdes schildert Marian Blasberg einfühlsam die Not und den Kampf von Kindern in Bolivien, die nicht nur ein Recht auf Arbeit, sondern auch Regeln gegen Ausbeutung und ihre persönliche Sicherheit wollen“, sagt Jurymitglied und Journalist Karl Günther Barth. „Virtuos stellt er ihre Selbsterstarkung in seinem Beitrag „Wir wollen arbeiten!“ in den Fokus und überlässt die Meinungsfindung seinen Lesern. Eine fabelhafte journalistische Leistung.“

Jurymitglied Paul-Josef Raue, Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen: „Jorge Enrique Rojas erzählt in „Niño de cristal“ vom Schicksal eines an der Schmetterlingskrankheit leidenden Jungen und verwebt es mit den Folgen des grausamsten Massakers der jüngeren Geschichte Kolumbiens. Das Kind bekam keine Hilfe. So sind seine Wunden, die immer wieder aufbrechen, eine Metapher für die Tragik des Landes. Anrührend und poetisch beschreibt Rojas die Situation und schafft Bilder, deren Intensität im Gedächtnis bleiben.“

Ulrich Wickert meint: „Projekte wie Radio Pocolá in Guatemala helfen Kindern, eine eigene Meinung zu entwickeln und zu äußern. Als 2011 fünf Maya-Mädchen zum ersten Mal auf Sendung gingen und über ihre Rechte sprachen, trauten die Eltern ihren Ohren nicht. Inzwischen greifen 35 Jugendliche zum Mikrofon und werden von hunderten Familien in der Region gehört. Das ist, was der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte erreichen will: Mädchen und Jungen werden zu Handelnden und erhalten eine Stimme.“

Print-, Online-, Hörfunk und TV-Beiträge aus 18 Ländern wurden für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2014 eingereicht. Die drei Sieger ermittelten die Jurymitglieder Karl Günther Barth (Hamburger Abendblatt), Marko Brockmann (RadiJojo), Carolin Emcke (Die Zeit), Karen Heumann (thjnk), Brigitte Huber (Brigitte/brigitte.de), Rudi Klausnitzer (Medienmanager), Christoph Lanz (Journalist), Markus Lanz (ZDF), Renate Meinhof (Süddeutsche Zeitung), Paul-Josef Raue (Thüringer Allgemeine), Ulrich Wickert und Dr. Werner Bauch (Plan International Deutschland).[:]

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