Danke Ulrich Wickert – ein offener Brief


Lieber Ulrich Wickert,

beim Abendessen im Restaurant „Die Schule“  hatte ich mich nur kurz vorgestellt, aber nicht die Gelegenheit gehabt Ihnen mitzuteilen, was die Nominierung für den Peter Scholl-Latour Preis für mich bedeutet hat.

Abgesehen davon, dass Peter Scholl-Latour schon seit meiner frühen Jugend mein Vorbild war und die Nominierung allein deshalb eine Ehre für mich ist, sendet dieser Preis ein wichtiges Signal für meine Kollegen und mich. Unsere Themen bekommen in der breiten Öffentlichkeit unverhältnismässig wenig Aufmerksamkeit. Die Inhalte der Beiträge sind oft erschütternd und unangenehm, aber sie sind eben auch echt und wichtig, da sie unser Leben beeinflussen können und werden. Die Ulrich Wickert Stiftung macht Mut auch freiberuflich weiter zu machen.

Am meisten freut mich die Nominierung allerdings für meine Protagonistin Mama Masika. Diese Frau hat das schlimmste Schicksal erleiden müssen. Trotz Massenvergewaltigung und einem unvorstellbaren Verbrechen namens „forced cannibalism“, zog sie sie nicht zurück, sondern half tausenden anderen Opfern. Sie kümmerte sich um die vergewaltigten Frauen und deren Kinder, die aus den Vergewaltigungen stammen. Mama Masika brach ein Tabu, indem sie die Täter beim Namen nannte.

Mehrere Mordversuche sollten ihr den Mund stopfen, doch Mama Masika hat weiter gegen eine verheerende Tradition gekämpft. Sie hat angefangen die Täter und nicht nicht mehr die Opfer zu stigmatisieren.

Leider ist Mama Masika mittlerweile verstorben. Doch durch die Nominierung zum Peter Scholl-Latour Preis konnte ich ihr posthum Gerechtigkeit widerfahren lassen. Es ist ihr später Triumph über die Täter. Sie haben es nicht geschafft, Mama Masika zum Schweigen zu bringen.

Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken.

Beste Grüße,

Julia Leeb

Töchter gehören in die Schule


Journalisten mit Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2017 geehrt

https://www.youtube.com/watch?v=Fk_G27nP7_k

Hamburg/Berlin, 28. September 2017 – Im historischen Stadtbad Oderberger wurden heute in Berlin feierlich vier Auszeichnungen des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte verliehen. Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley überreichte den Peter Scholl-Latour Preis an Lukas Roegler, der mit Naima El Moussaoui die berührende WDR-Dokumentation „Der Traum von Sicherheit. Was Frauen auf der Flucht erleiden.“ gedreht hat. Linda Tutmann überzeugte mit ihrer chrismon-Reportage „Töchter gehören in die Schule“ über Kinderehen in Malawi und bekam dafür den Preis Deutschland / Österreich. Internationale Preisträgerin wurde Kadiatou Touré aus Guinea mit dem eindringlichen TV-Beitrag „Weibliche Genitalverstümmlung im Land der Kissi“. Schau-spielerin Emilia Schüle, die sich mit Plan International für Mädchen in Krisenregionen engagiert, überreichte den Sonderpreis an Mädchen des Epworth Girls‘ Empowerment Club aus Simbabwe.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley würdigte die Preisträgerinnen, Preisträger und Nominierten: „Kinderrechte brauchen engagierte Journalistinnen und Journalisten, die diese Rechte ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Die es schaffen, die Geschichten über Kinder, die in Armut leben oder auf der Flucht sind, direkt zu uns zu holen.“ Sie unterstrich die Notwendigkeit der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie haben andere Bedürfnisse und sind anderen Gefahren ausgesetzt als Erwachsene. Deshalb sollten ihre Rechte auch im Grundgesetz ausdrücklich verankert werden.“

Plan-Unterstützer und Stifter Ulrich Wickert sagte: „Die Beiträge verdeutlichen, warum es so wichtig ist, dass Journalisten sich für die Umsetzung der Kinderrechte einsetzen. Sie geben uns Informationen, die nötig sind, um die Situation von Mädchen und Jungen zu verbessern.“

Schauspielerin und Plan-Patin Emilia Schüle erzählte, wie sehr es sie beeindruckt habe, als sie 2016 in den Philippinen in einem Plan-Projekt mit Jugendlichen sprach, die nach dem Taifun Haiyan zum Teil alles verloren hatten und sich nun für Klimaschutz einsetzen. „Kinder und Jugendliche werden viel zu oft unterschätzt“, sagte die Schauspielerin. Deshalb freute sie sich auch, den Mädchen aus Simbabwe den Sonderpreis überreichen zu dürfen.

Auch die Plan-Unterstützerinnen Wolke HegenbarthMarie-Luise Marjan, Susan Atwell, Marion Kracht und Charlotte Maihoff nahmen an der Preisverleihung teil.

Für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte, der jährlich im Rahmen des Welt-Mädchentags verliehen wird, wurden in diesem Jahr 98 Medienbeiträge aus 16 Ländern eingereicht. Der Journalistenpreis ist in den vier Sparten mit je 6.000 Euro dotiert.

Finalisten für Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2017 stehen fest


Plan International lädt zur Verleihung des Journalistenpreises am 28. September

Hamburg, 29. Juni 2017 – Eine hochkarätig besetzte Jury hat die diesjährigen Nominierten für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte ausgewählt. Acht deutsche Journalistinnen und Journalisten können auf eine Auszeichnung hoffen: Neben dem Preis Deutschland/ Österreich wird der Peter Scholl-Latour Preis für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten vergeben. Den Preis International erhält Kadiatou Touré, Fernsehreporterin von Radio Télévision Guinéenne, für ihren Beitrag „Kolian Toly: Weibliche Genitalverstümmlung im Land der Kissi“. Den Sonderpreis für ein Kinder- und Jugend-Medienprojekt bekommt der Girls Empowerment Club in Epworth, Simbabwe. Die Finalisten sind am 28. September 2017 nach Berlin eingeladen, wo alle Siegerinnen und Sieger auf einer feierlichen Preisverleihung bekannt gegeben und geehrt werden.

Im Rahmen des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2017 sind nominiert

für den Preis Deutschland / Österreich:

  • Sabine Bohland: „Kenia: Mutiger Kampf gegen grausames Ritual“, NDR Weltbilder
  • Lena Niethammer: „Feind im Kind“, Berliner Zeitung
  • Linda Tutmann: „Töchter gehören in die Schule“, Chrismon (Fotos: Anne Ackermann),

für den Peter Scholl-Latour Preis:

  • Naima El Moussaoui, Lukas Roegler: „Der Traum von Sicherheit. Was Frauen auf der Flucht erleiden”, WDR Die Story
  • Katrin Kuntz: „Die Kinder des IS“, Der Spiegel (Fotos: Maria Feck)
  • Julia Leeb: „Im Schmerzensreich”, Süddeutsche Zeitung Magazin
  • Michael Obert: „Der Fluchtpunkt”, Süddeutsche Zeitung Magazin (Fotos: Matthias Ziegler)

Für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2017 wurden 98 Medienbeiträge aus 16 Ländern eingereicht. Zur Jury des Journalistenpreises gehören Karl Günther Barth (Autor und Publizist), Alice Bota (Die Zeit), Marko Brockmann (RadiJojo), Karen Heumann (thjnk), Brigitte Huber (Brigitte), Rudi Klausnitzer (Medienmanager), Christoph Lanz (Journalist), Markus Lanz (ZDF), Charlotte Maihoff (TV-Moderatorin), Renate Meinhof (Süddeutsche Zeitung), Jürgen Merschmeier (Journalist, Politikberater), Paul-Josef Raue (Redaktionsberater und Autor), Ulrich Wickert und Dr. Werner Bauch (Plan International Deutschland).

Ulrich Wickert unterstützt die Projekte des Kinderhilfswerks Plan International seit 1995 und ist ehrenamtliches Mitglied des Kuratoriums der deutschen Organisation. 2011 gründete er die Ulrich Wickert Stiftung, die den Journalistenpreis vergibt. Peter Scholl-Latour war Gründungs- und Kuratoriumsmitglied von Plan International Deutschland. Der Sonderpreis mit seinem Namen wird in Ehren an das besondere Engagement des Verstorbenen vergeben.

Für weitere Informationen melden Sie sich bitte bei:

  • Kerstin Straub, Leiterin der Kommunikation, Tel. 040 61140-251
  • Antje Schröder, Pressereferentin, Tel. 040 61140-281, presse [at] plan [dot] de und www.plan.de

 

Plan International ist eine religiös und weltanschaulich unabhängige Hilfsorganisation, die sich weltweit für die Chancen und Rechte der Kinder engagiert: effizient, transparent, intelligent. Seit 80 Jahren arbeiten wir daran, dass Mädchen und Jungen ein Leben frei von Armut, Gewalt und Unrecht führen können. Dabei binden wir Kinder in über 70 Ländern aktiv in die Gestaltung der Zukunft ein. Die nachhaltige Gemeindeentwicklung und Verbesserung der Lebensumstände in unseren Partnerländern ist unser oberstes Ziel. Wir reagieren schnell auf Notlagen und Naturkatastrophen, die das Leben von Kindern bedrohen. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestärken uns in unserem Engagement für die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen. Mit unserer Bewegung Because I am a Girl wollen wir sicherstellen, dass sie überall auf der Welt ihr volles Potenzial entfalten.

Ulrich Wickert ist Unterstützer des Menschrechts-Filmpreises


Eine junge Mutter und Taxifahrerin in Indien, ein Vokabelheft voller Kriegsverbrechen im Kongo und ein Student, der nach seinen verschleppten Kommilitonen sucht. Das ist schwerer Stoff, leicht verständlich und sehr bewegend aufbereitet in Dokumentarfilmen, die jetzt geehrt wurden – mit dem Filmpreis für Menschenrechte. Ulrich Wickert unterstütz diese Auszeichnung. „Menschenrechte sind [immer dann] Thema, wenn Gerechtigkeit bedroht ist, wenn Freiheit eingeschränkt, wenn Demokratie infrage gestellt wird. Als Korrespondent, Berichterstatter und später Moderator habe ich meinen Beitrag immer darin gesehen, Öffentlichkeit herzustellen, Menschenrechte zum Thema zu machen; ganz ähnlich dem, was der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis auch tut.“ Die Preisträger finden Sie hier: https://bit.ly/2eCWtTC
Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren. Der Preis wird im zweijährigen Rhythmus verliehen und jeweils Anfang Dezember anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte überreicht.

Jetzt bewerben: Ulrich Wickert Preis 2017!


Es geht wieder los! Der Wettbewerb um den Ulrich Wickert Preis 2017 ist eröffnet! Ulrich Wickert ruft seine Kollegen dazu auf, bis 31. März 2017 Reportagen und Features einzureichen, die sich mit der Lebenswirklichkeit von Kindern in Entwicklungsländern beschäftigen (Preis International) und speziell mit der Situation von Mädchen (Preis Deutschland/Österreich). Der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2017 ist insgesamt mit 24.000 Euro dotiert. Zusätzlich verliehen wird der Peter Scholl-Latour Preis für Berichte über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten. Die Preise werden im September 2017 vergeben. Reichen Sie Ihre Medienbeiträge in deutscher, englischer, französischer oder spanischer Sprache ein unter www.ulrich-wickert-stiftung.de/journalistenpreis. Ihr Beitrag muss zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2016 in Print, Online, Radio oder TV erschienen sein.
Für weitere Informationen sprechen Sie uns gerne an:
Kerstin Straub, Leiterin der Kommunikation, Tel. 040 61140-251
Antje Schröder, Pressereferentin, Tel. 040 61140-281

Die Welt ist ein Dorf!


Zum fünfjährigen Jubiläum der Ulrich Wickert Stiftung haben viele gratuliert und ihre Grüße geschickt. So auch Noella Nbihogo aus Ruanda. Zusammen mit ihrer Kollegin Gloriose Isugi gewann sie 2013 den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte und wurde in ihrem Heimatland zu „Top Rwandan women achievers“ ernannt. Die Welt ist ein Dorf! Gerade befand sich Kathrin Hartkopf, Leiterin des Plan Stiftungszentrums, auf einer Projektreise mit Stiftern in Ruanda. Dort traf sie auf Noella!

Ulrich Wickert erhält das Bundesverdienstkreuz


Heute wurde der einstige Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert für sein Lebenswerk geehrt. In Schloss Bellevue verlieh ihm der Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für besondere Verdienste um unser Gemeinwohl und Zusammenleben. Seine Begründung: „Ulrich Wickert ist einer der großen bundesdeutschen Journalisten und gilt bis heute als moralische Instanz.(…) Seit Jahrzehnten engagiert er sich u.a. als Kuratoriumsmitglied des Kinderhilfswerks Plan International. Unter dessen Dach hat er 2011 die Ulrich-Wickert-Stiftung gegründet, die sich für die Rechte von Kindern einsetzt.“ Wir gratulieren!

Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte zum fünften Mal verliehen


Ulrich Wickert wird am 4. Oktober für sein Lebenswerk und Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Heute vergab er in Berlin zum fünften Mal den Journalistenpreis seiner Stiftung.

Vier Siegerinnen und Sieger wurden auf einer festlichen Veranstaltung des Kinderhilfswerks Plan International geehrt: Joanna Michna erhielt für ihren KiKA-Beitrag „Marleny – und es gibt mich doch!“ den Preis Deutschland/Österreich. Für das junge Publikum der Sendereihe „Schau in meine Welt!“ porträtierte sie äußerst einfühlsam ein zehnjähriges Mädchen, das ohne Papiere in der Dominikanischen Republik lebt. Continue reading „Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte zum fünften Mal verliehen“

Finalisten für Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2016 ausgewählt


Die Jury des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte hat die diesjährigen Nominierten für den Medienpreis bestimmt. Acht deutsche Journalistinnen und Journalisten können auf eine Auszeichnung hoffen: Neben dem Preis Deutschland/Österreich wird 2016 im Rahmen des Medienpreises erneut der Peter Scholl-Latour Preis für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten verliehen.
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